Entwicklung von zielorientierten und effizienten Verfahren und Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in Agrarlandschaften

MEDIATE stellt sich dem Problem des Rückgangs der Biodiversität in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen durch einen partizipativen Ansatz in zwei Landkreisen Niedersachsens. Fragen zur Ökonomie, Ökologie und Akzeptanz von Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität stehen im Zentrum des Projekts.

Das Projekt MEDIATE stellt sich dem Problem des fortwährenden Rückgangs der Biodiversität in Deutschland, insbesondere in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen. Der Konflikt zwischen einer auf maximalen Ertrag ausgerichteten Landwirtschaft und der Notwendigkeit, Biodiversität und die mit ihr verbundenen Ökosystemfunktionen und -leistungen zu erhalten, hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr verschärft und es besteht dringender Forschungs- und Handlungsbedarf. In vielen Agrarregionen wird eine Konfliktlösung durch konkurrierende Formen der Flächeninanspruchnahme erschwert, welche zu einer am Bodenmarkt deutlich spürbaren Verknappung und gleichzeitigen preislichen Aufwertung des „Produktionsfaktors Boden“ geführt hat. Zudem hat insbesondere in großflächigen Agrarflächenkomplexen eine rein betriebswirtschaftlich motivierte Ausrichtung der landwirtschaftlichen Betriebe zu einer geringen Bereitschaft zur Teilnahme an biodiversitätsfördernden Maßnahmen und Programmen geführt. Die wirtschaftlichen Anreize solcher Programme sind gegenüber Erlösen aus der intensiven Bewirtschaftung, zudem gestärkt durch Vorbehalte gegenüber bleibenden Bewirtschaftungseinschränkungen, häufig nicht konkurrenz- und umsetzungsfähig. Eine derzeit noch offene Frage ist, ob sich das „Greening“ der Direktzahlungen der GAP in solchen Agrarregionen förderlich auf die Biodiversität auswirken kann.