Partizipative Plattform

Die „Partizipative Plattform“ stellt das zentrale regionale Medium dar, über das die Kommunikation aller relevanten regionalen Akteure stattfinden soll. Hier soll ein gegenseitiger, fachübergreifender Wissenstransfer sichergestellt werden, der für das regionale „Klima“ zur Förderung der Biodiversität wichtig ist. Ziel der Partizipativen Plattform ist es, insbesondere Hemmnisse kommunikativer Natur durch eine Versachlichung und Objektivierung der Diskussion mit allen regionalen Akteuren abzubauen. MEDIATE ist bestrebt durch die Plattform auf regionaler Ebene wichtige Kommunikationsstrukturen im bottom-up-Prinzip zu initiieren und über den Projektzeitraum hinaus zu etablieren.

Der Projektansatz von MEDIATE beinhaltet das ausdrückliche Ziel, die in der Projektregion vorhandenen vielfältigen Erfahrungen im Themenfeld „Agrarumweltmaßnahmen und Biodiversitätsförderung“ abzufragen und mit den projektbegleitenden wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verschneiden. MEDIATE macht es sich zur Aufgabe, im Rahmen der Partizipativen Plattform mit den Projekt-Akteuren ein regionsspezifisches Leitbild zu entwickeln, das den agrarstrukturellen wie naturschutzfachlichen Eigenarten der Region Rechnung trägt. Durch die gemeinsame Leitbildentwicklung soll die wichtige Identifikation aller Akteure mit den gemeinsam für die Region entwickelten Maßnahmen ermöglicht werden. Dieses Leitbild stellt einen „roten Faden“ für die Verwirklichung von Zielen zur Förderung der regionalen Biodiversität dar. Im Ergebnis sollen die ausgetauschten Erfahrung und Ergebnisse wissenschaftlicher Begleituntersuchung zur Entwicklung eines optimierten und landwirtschaftlich akzeptierten Maßnahmenbündels führen, dessen Umsetzung die gewünschten Biodiversitätseffekte erzeugt.

Beteiligte Akteure in der Plattform sind:

  • die Projektlandwirte
  • Vertreter des landwirtschaftlichen Berufsstandes
  • die Landwirtschaftskammer mir der federführenden Bezirksstelle Nienburg
  • die lokal aktiven Naturschutzverbände einschließlich der Jägerschaften
  • die zuständigen beiden unteren Naturschutzbehörden
  • Imkerverbände
  • Wissenschaftler der Univ. Göttingen und des Thünen Instituts (Biologen und Ökonomen)
  • sowie weitere Akteure und Erfahrungsgeber nach Bedarf